Expertenwissen

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Duales Studium, was bedeutet das im SPZ?

Dual - was heißt das?

Der Wissenschaftsrat gab 2013 folgende Empfehlung für die Definition von dualen Studiengängen heraus:

  • zwei Lernorte,
  • Theorie und Praxis werden inhaltlich miteinander verbunden,
  • Erarbeiten der Theorie mittels eines wissenschaftlichen Studiums

lm Falle eines ausbildungsintegrierenden Studiums kommt noch die Berufsschule als dritter Lernort hinzu.

Vor- und Nachteile

Ein duales Studium hat viele Vorteile, wie z. B. die finanzielle Absicherung, da der Praxispartner die Studiengebühren und eine kleine Vergütung zahlt.

Zudem gibt es bessere Studienbedingungen, da die Vorlesungsgruppen kleiner sind. Außerdem gibt es einen klare Stunden- und Lehrplan. Neuer Unterrichtsstoff kann leichter verstanden und gefestigt werden, da die Theman auch im Unternehmen praktisch behandelt werden.

Nach dem Ende des Studiums sind die Karrierechancen hoch, da duale Studenten durch die Doppelbelastung im Studium ein gutes Image haben. Zudem bringt der duale Student Berufserfahrung mit, was „normale“ Studenten selten nachweisen können. Außerdem besteht eine Übernahmechance beim Praxispartner.

Natürlich hat ein duales Studium Nachteile, die jedoch die Vorteile nicht überwiegen.

Durch die Doppeltbelastung Studium und Arbeit ist das duale Studium zeitintensiver, da es auch keine Semesterferien gibt, sondern nur Urlaubstage, dessen Anzal vom Arbeitgeber vorgegeben wird.

Wenige Fachhochschulen bieten duale Studiengänge an, daher ist diese Form des Studierens in den Unternehmen nicht sehr bekannt und der Einstieg ins Studiem schwierig. Nichtsdestotrotz kann gesagt werden, dass ein duales Studium bessere Einstiegschancen ins Berufsleben bieten, sodass sich die  Doppeltbelastung auszahlt.

Voraussetzungen für das duale Studium

Mit der Hochschulreife, der Fachhochschulreife ohne Abitur, mit Ausbildung und dreijähriger Berufserfahrung oder mit bestandener Meisterprüfung kann ein duales Studium begonnen werden. Es muss beachtet werden, dass ohne Abitur der Einstieg schwieriger ist und das Studium in einem Bereich sein sollte, der mit der vorherigen Ausbildung zu tun hat.

Es gibt selten einen Numerus Clausus, dennoch sollten die Hauptfächer gute Noten aufweisen.

Um wirklich mit einem dualem Studium anzufangen zu können, muss der Auswahltest bei der Fachhochschule bestanden werden und es muss ein Ausbildungs- bzw. Praktikumsvertrag vom Praxispartner vorliegen.

Nicht nur fachliche Kompetenz, sondern auch die Persönlichkeit des Studenten sind bei einem dualen Studium entscheidend. Die wichtigsten Eigenschaften sind:

  • Ehrgeiz und Willensstärke, um das Studium bis zum Schluss durchzuhalten (Doppelbelastung von Studium und Arbeit ist nicht immer leicht)
  • Belastbarkeit und eine hohe Frustrationstoleranz (ziemlich straffes Programm)
  • Mobilität ist wichtig (Hochschule und Unternehmen sind nicht immer zwangsläufig am selben Ort)
  • Interesse am Praktischen und der aktiven Mitarbeit (Einsatz im Unternehmen zahlt sich langfristig aus und macht die Hälfte der Studienzeit aus)

Einsatzbereiche als dualer Student im SPZ

Im SPZ gibt es derzeit zwei Studentinnen, die das duale Studium absolvieren.

Eeine Studentin studiert Soziale Arbeit und ist in der Praxis beim Sozialen Dienst des SPZ eingesetzt und begleitet dort in erster Linie die Mitarbeiterin in unserer Begegnungsstätte des Quartiers Nord.

Die Studentin der Fachrichtug Gesundheitsmanagement ist hauptsächlich in der SPZ Akademie tätig und hilft dabei, diese mitaufzubauen. Zudem ist sie modulangepasst in verschiedenen Bereich der Verwaltung (z. B. Buchahlatung) eingesetzt.